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IBM lässt OS/390 auslaufen

02.09.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Anwender des Mainframe-Betriebssystem OS/390 müssen sich mit einer neuen Umgebung vertraut machen. Am 17. Dezember diesen Jahres wird IBM den Verkauf des 31-Bit-Systems einstellen; Support wird es nach Angaben des IBM-Direktors Pete McCaffrey aber noch mindestens bis September 2004 geben. Die Anwender müssen auf das vor rund 18 Monaten vorgestellte 64-Bit-Betriebssystem z/OS umstellen.

IBM will die Umstellung mit einem „bimodalen“ Migrationsprogramm unterstützen. Es bedeutet, dass Anwender das z/OS-System auf einem Z-Series-Großrechner während einer Übergangszeit von sechs Monaten im 31-Bit-Modus fahren können, bevor sie endgültig auf 64 Bit umstellen müssen. Bisher hat Big Blue z/OS nur im 64-Bit-Modus erlaubt; wer 31-Bit-Anwendungen hat, konnte auf den Z-Mainframes OS/390 betreiben.

Gleichzeitig gab McCaffrey bekannt, künftig werde es neue Versionen von z/OS nur noch im Jahresturnus geben. Bisher hat IBM alle sechs Monate neue Releases herausgebracht. Der IBM-Manager begründet die Maßnahme damit, normalerweise hätten die Kunden ohnehin nur alle 12 bis 18 Monate ein Update ihres Betriebssystems vorgenommen. Ganz uneigennützig dürfte die Verlängerung des Release-Zyklus nicht sein. IBM ist sicherlich auch daran gelegen, die Kosten für die Entwicklung und Qualitätssicherung neuer Versionen zu reduzieren. (ls)