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IBM: Highend-NAS mit AIX?

11.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Vor einer Woche berichteten wir über Pläne IBMs über einen Rückzug aus dem Lowend-NAS-Geschäft (Network Attached Storage) auf Windows-Basis. Damals hieß es, stattdessen plane Big Blue ein höherwertiges System mit Linux als Betriebssystem. "Computerwire" berichtet nun unter Berufung auf Insider, das geplante System werde stattdessen unter dem hauseigenen kommerziellen Unix AIX laufen (falls nicht SCOs Drohung, IBM die Lizenz dafür zu entziehen, einen Strich durch diese Rechnung macht).

Für AIX statt Linux spräche unter anderem dessen deutlich höhere Leistung beim Umgang mit dem Filesystem NFS. Mit einem solchen Highend-System träte IBM, in dessen Portfolio bislang eine deutliche Lücke klafft, erstmals auch in echte Konkurrenz zu EMC und Network Appliance. EMC verkauft seine "Celerra"-Heads mit dem eigenen "Dart"-Betriebssystem, Hitachi Data Systems verkauft zwischenzeitlich die Netapp-Filer, bis es seine eigenen NAS-Blades für sein Flaggschiff-Array "Lightning" fertig entwickelt hat.

Während IBM seine Windows-NAS-Lösungen offenbar einstellt, begibt sich EMC noch in diesem Jahr sein erstes Windows Powered NAS herausbringen. Kunden in diesem Segment wollten "Windows und nicht einen Windows-Emulator", argumentiert das Unternehmen aus Hopkinton, Massachusetts. (tc)