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IBM düpiert den Wettbewerb im TPC-C

19.11.2004
Mit dem neuen eServer p5 595 hat IBM im TPC-C-Test rund drei Mal mehr Leistung erzielt als die bisherigen Rekordhalter für Single-System-Server und geclusterte Systeme.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Einen fast schon unglaublichen neuen Rekord hat IBM mit seinem ab heute verfügbaren "eServer p5 595" im OLTP-Benchmark TPC-C aufgestellt: Die mit 32-Dual-Core-Prozessoren von Typ "Power5" bestückte Maschine erreichte einen Wert von 3.210.540 tpmC - rund drei Mal so viel wie die bisherigen Rekordhalter sowohl für geclusterte Systeme (HP "Integrity rx5670") wie auch für ein Single System (Big Blues eigener "eServer p690" a.k.a. "Regatta").

Dabei war das Preis-Leistungsverhältnis des neuen p5-Servers mit 5,19 Dollar/tpmC besser als bei beiden bisherigen Rekordhaltern. Die 16,7 Millionen Dollar teure Testkonfiguration war mit 32 auf 1,9 Gigahertz getakteten Power5-CPUs, 2 GB Speicher, der IBM-Datenbank DB2 UDB 8.2 auf AIX 5L 5.3 nd Microsoft COM+ als Transaktionsmonitor bestückt. Dazu kamen 6548 Festplatten in 45 Speichersystemen vom Typ "DS4500" sowie 490 ergänzenden "DS4000"-Erweiterungen. Für die praktisch baugleiche i5-Variante hatte Big Blue bereits gestern einen neuen NotesBench-Rekord vermeldet (Computerwoche.de berichtete).

Klar, über die Relevanz des TPC-C kann man trefflich streiten. Er hat nicht mehr wirklich etwas mit Workloads aus der Computerwirklichkeit zu tun, unter anderem weil er riesige Mengen von Storage-Geräten verwendet. Jonathan Eunice von Illuminata hält ihn aber weiterhin für den besten verfügbaren Server-Test. Eine Alternative sei unter Umständen der Sales-and-Distribution-Benchmark (S&D) für SAP-Software, so der Experte. Leider schließe dieser aber explizit einen Preisvergleich aus. "TPC-C sei bedeutungslos ist leicht gesagt, aber was ist die Alternative?", fragt Eunice. "Das Problem ist, wenn Sie keinen TPC-C machen, dann haben Sie gar nichts." (tc)