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IBM baut Instant-Messaging-Notfallnetz

22.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In Kooperation mit einem Konsortium von US-Behörden in Washington D.C. will IBM ein drahtloses Notfallnetz aufbauen. Das mit 20 Millionen Dollar budgetierte Projekt "Capital Wireless Integrated Network" (CapWIN) soll rund 40 nationalen Einrichtungen wie Polizei, Feuerwehr und Sicherheitsbehörden die Echtzeitkommunikation via Instant Messaging ermöglichen sowie den gegenseitigen Datenzugriff gewähren. Auf diese Weise wollen die Betreiber des neuen Netzes Engpässen in der Kommunikation zwischen den einzelnen Einrichtungen vorbauen, wie sie beispielsweise bei den US-Terroranschlägen am 11. September aufgetreten waren. Die Reaktionszeiten im Katastrophenfall sollen drastisch verkürzt werden. "Diese Organisationen verfügen alle über brauchbare Systeme verschiedener Hersteller, können allerdings untereinander bislang nicht kommunizieren", erklärt CapWIN-Projekt-Manager George Ake.

CapWIN soll auf bestehenden Kommunikations- und Computersystemen aufsetzen und somit die Implementierung sowie die Ausdehnung auf andere Amtsbereiche erleichtern. Nach Angaben von Kent Blossom, Director für Sicherheitslösungen bei IBM, werden IBM-E-Server-Cluster im Hintergrund werkeln. Die Instant-Messaging-Komponente hingegen soll aus dem Hause Jabber kommen, während Informant Software das System für den Datenbankzugriff liefern wird. Die erste Projektphase, die in etwa einem Jahr abgeschlossen sein soll, werde man Aufbau und Test des Basisnetzes widmen, so Blossom. (kf)