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HP kauft Identity Management für OpenView von Baltimore

07.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Hewlett-Packard (HP) plant, die Management-Lösung OpenView um Identity-Management-Funktionen zu erweitern. Dazu kauft das Unternehmen für 8,3 Millionen Pfund (13,8 Millionen Dollar) in Bar die Single-Sign-on-Sparte "SelectAccess" des irischen Softwareherstellers Baltimore. Der Verkauf sei eine außergewöhnliche Gelegenheit, den Unternehmenswert zu steigern, sagte Baltimore-Geschäftsführer Bijan Khezri. Experten bescheinigen Khezri, ein gutes Geschäft gemacht zu haben. SelectAccess generierte 2002 rund 700.000 Pfund (1,2 Millionen Dollar) Umsatz, nachdem die Baltimore-Sparte im Jahr 2001 über 2,1 Millionen Pfund (3,5 Millionen Dollar) Verlust vor Abschreibung und Steuern gemacht hatte.

Baltimore hat sich im Mai dazu entschieden, SelectAccess zu veräußern und JP Morgan mit der Suche nach Käufern beauftragt. Seitdem seien verschiedene Angebote eingegangen, die sich auf Teile sowie auf die gesamte Sparte bezogen hätten, so Khezri. Die PKI-Lösung "UniCert", die "Trusted Business Suite" und die "Trusted Portal Suite" sind nicht Bestandteil des Deals mit HP, der auf einer außerordentlichen Hauptversammlung Ende August von den Aktionären genehmigt werden muss. Falls dabei keine Probleme auftauchen, soll das Geschäft bis Ende Oktober abgeschlossen werden, wodurch das Barvermögen von Baltimore auf 23,9 Millionen Pfund (39,9 Millionen Dollar) ansteigt. (lex)