Nokia-Comeback

HMD Global will mit Nokia-Handys die Welt erobern

07.12.2016
2017 soll das Jahr des großen Comebacks für die finnische Traditionsmarke Nokia werden, wenn auch anders als früher. Nokia leiht seinen Namen dem Startup HMD Global, das mit Arto Nummela allerdings einen Ex-Nokianer an der Spitze hat. Im Interview verrät Nummela seine Strategie zum Nokia-Relaunch.

Noch bis Ende 2016 ist Nokia in Sachen Smartphones zum Nichtstun verdammt, erst im neuen Jahr endet die Vereinbarung mit Microsoft, die den Finnen den Start von Geräten mit der eigenen Marke verbietet. Der Countdown läuft also, und beim Startup HMD Global, das den Neustart für Nokia durchführt, sind die Planungen in vollem Gange. Im Interview mit der Economic Times in Indien erläutert CEO Arto Nummela, der selbst eine lange Nokia-Vergangenheit hat, die Pläne des neuen Spielers auf dem Smartphone-Markt.

Indien ist nicht nur wichtiger Markt, sondern auch Produktionsstätte der neuen Nokia-Smartphones
Indien ist nicht nur wichtiger Markt, sondern auch Produktionsstätte der neuen Nokia-Smartphones
Foto: Nokia

Man werde, so Nummela, seine Feature Phones und Smartphones sofort weltweit anbieten. Indien ist dabei nicht nur ein strategisch wichtiger Markt, sondern auch Produktionsstätte der neuen Nokia-Handys, die dort in einem Werk von Foxconn hergestellt werden. Nummela nennt noch keine Preispunkte, gibt aber zu Protokoll, dass man direkt zum Start ein Sortiment mit einer breiten Preisspanne anbieten werde. Das passe auch zu Nokia, so der Manager, schließlich sei es "eine Marke für Jedermann". Das Feature-Phone-Geschäft übernimmt HMD Global 1:1 von Microsoft, das Unternehmen aus Redmond hatte auch weiterhin Nokia-Handys angeboten und neue Modelle entwickelt.

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Nummella ist sich sicher, dass das Nokia-Comeback ein Erfolg wird, was der Manager auch an den Reaktionen bei Treffen mit Händlern und Providern festmacht. "Ich habe es in meinem Leben noch nie erlebt, dass wir in Kunden-Meetings sogar umarmt werden, und das passiert wegen Nokia." Die neuen Smartphones sollen sich mit Top-Qualität und einem Design, das die Kunden sofort mit Nokia verbinden, aus der Masse absetzen und zudem ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis mitbringen. An die früheren Marktanteile von stolzen 70 Prozent etwa in Indien werde man jedoch nur schwer wieder heran kommen, so Nummella. Man habe jedoch Geduld: "Wir werden hier nichts überstürzen, aber wir sind sicher, einen signifikanten Teil des Marktes erobern zu können."

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