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Hebt Bush den digitalen Graben weiter aus?

15.02.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nachdem der ehemalige US-Präsident Bill Clinton diverse Initiativen zur Überbrückung des "digitalen Grabens" (Digital Divide) ins Leben gerufen hatte, scheint die Bush-Regierung jetzt in diesem Bereich einen eher gegenteiligen Kurs zu wollen. So plant das Wirtschaftsministerium in einem Entwurf für den Finanzhaushaltsplan des kommenden Geschäftsjahres (Beginn: 1. Oktober 2001) unter anderem, die Zuschüsse der Regierung für das "Technology Opportunities Program" stark zu reduzieren. Demnach sollen die derzeitigen Fördermittel in Höhe von 42,5 Millionen Dollar um 65 Prozent verringert werden. Unter anderem kamen die finanziellen Mittel bisher Schulen in ärmeren Regionen zu Gute, um die Einrichtungen mit Computern auszustatten und den Schülern den Umgang mit dem Internet zu vermitteln. "Ohne die Zuschüsse hätten wir das nicht realisieren können", so David Domenici, der stellvertretende Direktor einer Schule, die im Rahmen des Programms rund 400. 000 Dollar erhalten hatte. Ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums wollte die Haushaltsplanung nicht kommentieren, fügte jedoch hinzu, dass noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurde.