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Handys bringen menschliche Proteine auf Trab

20.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Ergebnisse einer finnischen Studie deuten darauf hin, dass die Abstrahlung von Mobiltelefonen menschliche Zellen verändern und unter Umständen sogar Auswirkungen auf die Hirntätigkeit haben kann. Die Untersuchung, die über einen Zeitraum von zwei Jahren bei der finnischen Behörde für Strahlenschutz und nukleare Sicherheit (STUK) vorgenommen wurde, ergab, dass Proteine in menschlichen Zellen durch Handy-Strahlung in ihrer Aktivität angeregt werden können. Eine erhöhte Agilität der Proteine kann zu einer Zellschrumpfung führen, die möglicherweise winzige Lücken zwischen den einzelnen Zellen hervorruft. "Was wir wissen, ist, dass es zu einer biologischen Reaktion kommt", erklärt Projektleiter Darius Leszczynski. Definitive physiologische Auswirkungen auf das menschliche Gehirn oder den Körper könnten allerdings derzeit nicht nachgewiesen werden.

Über mögliche Gesundheitsrisiken will Leszczynski nicht spekulieren, verweist jedoch auf eine französische Studie, die als Folge derartiger Zellmodifikationen Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schlafstörungen ausgemacht haben will. Dabei handele es sich zwar nicht um lebensbedrohliche Probleme, beträchtliches Unbehagen könnten sie jedoch durchaus verursachen, so der finnische Projektleiter. (kf)