Smartphone made in Germany

Gigaset GS280 für 249 Euro

22.02.2019
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Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Mit Streaming-Monster "Made in Germany" bewirbt Gigaset sein neues Android-Smartphone Gigaset GS280. Doch was bietet das Smartphone aus Bocholt in Nordrhein-Westfalen, das ab März für 249 Euro erhältlich ist?

Das neue Gigaset GS280 Smartphone lässt das Münchner Unternehmen Gigaset in Bocholt in Nordrhein-Westfalen fertigen. Das GS280 ist ein typisches Einsteiger-Smartphone, besitzt aber einen durchaus großen Akku und ist Multi-SIM-fähig.

Smartphone made in Germany: Gigaset GS280 für 249 Euro
Smartphone made in Germany: Gigaset GS280 für 249 Euro
Foto: Gigaset

Der Touchscreen ist 5,7 Zoll groß (14,5 Zentimeter Bildschirmdiagonale) und löst mit Full HD+ (2160×1080 Pixel, 427 ppi, 450 cd/m²) auf. Ein Qualcomm Vierkern-Prozessor Snapdragon 430 mit 3 GB RAM treibt das Smartphone an. WLAN wird bis AC, LTE bis Cat 4 unterstützt. Die Frontkamera macht Aufnahmen mit 13 MP, die Hauptkamera mit 16 MP.

Das GS280 ist ein Multi-SIM-Smartphone, in das zwei Nano-Sim-Karten gesteckt werden können. Außerdem bietet es zusätzlich noch einen Slot für eine microSD-Karte. Damit lässt sich der 32 GB große Speicher um bis zu 256 GB erweitern. Der Fingerabdrucksensor befindet sich auf der Rückseite, zusätzlich gibt es eine Face-ID-Gesichtserkennung zum Entsperren des Gerätes.

Der 5.000-mAh-Akku soll für 10 Stunden Videowiedergabe ausreichen. Über USB On-the-go lassen sich damit unterwegs sogar andere Geräte laden.

Als Betriebssystem dient pures Android 8.1 Oreo. Also nicht mehr ganz aktuell. Doch viel wichtiger ist die Frage, wie lange Gigaset die von Google bereit gestellten Android-Updates für das GS280 anpassen und weiterleiten wird. Gigaset dazu: „Sicherheitsupdates werden zeitnah nach der Bereitstellung von Google implementiert.“ Doch für wie lange, sagt Gigaset nicht.

Preis: Gigaset verkauft das GS280 für 249 Euro ab März 2019. In den ersten drei Monaten repariert Gigaset Schäden durch Glasbruch und Feuchtigkeit kostenlos.

Damit sich die Smartphones-Produktion in Deutschland lohnt, setzt Gigaset auf viele hochmoderne Roboter. Das soll zugleich die Fehler- und Ausschussquote senken. Im zweiten Stock des Gebäudes in Bocholt gleich an der Zufahrt zum Werksgelände produziert Gigaset eigenen Angaben zufolge bereits das Einsteiger-Smartphone GS185.

Wobei Fertigung vor allem Endmontage bedeutet. Denn die Einzelkomponenten kommen natürlich vor allem von asiatischen Zulieferern. Die Maschinen bereiten dann die Komponenten vor, die Mitarbeiter übernehmen die "feinmotorischen Tätigkeiten", wie Gigaset erläutert. Zudem verspricht sich Gigaset von der Produktion in Bocholt den Vorteil, dass es damit näher am Kunden und dessen Bedürfnissen ist: „In Bocholt können die Geräte weiterentwickelt, repariert oder beispielsweise mit Gravuren individualisiert werden“.

Gigaset ist aus Siemens Home and Office Communication Devices hervorgegangen und verkauft heute vor allem Festnetztelefone sowie Smart-Home-Geräte. (PC-Welt)