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Gerüchte um Werksschließungen bei Siemens ICN

10.10.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Beim Siemens-Konzernbereich Information & Communication Networks (ICN) stehen möglicherweise unerwartet drastische Sparmaßnahmen ins Haus. Von rund 20 Produktionsstätten könnte die Hälfte geschlossen werden, orakelte Konzernchef Heinrich von Pierer gegenüber der französischen "La Tribune". Endgültig sei aber noch nichts entschieden, teilte der Konzern ferner mit - auch nicht, ob die eventuell betroffenen Standorte geschlossen, verkauft oder intern an andere Siemens-Bereiche weitergereicht würden. Von Pierer erklärte, Details zur Zukunft von ICN würden noch vor der Veröffentlichung der nächsten vorläufigen Zahlen am 14. November veröffentlicht.

ICN hatte im zu Ende Juni abgeschlossenen Quartal einen Fehlbetrag von 563 Millionen Euro ausgewiesen nach 133 Millionen Euro Gewinn im Vorjahr. Der neue Bereichschef Thomas Ganswindt (Computerwoche online berichtete) ist als Sanierer bekannt.