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"Gelbe Seiten": UDDI geht ans Netz

03.05.2001
Ariba, IBM und Microsoft haben gestern ihr virtuelles Branchenbuch UDDI live geschaltet. Statt Ariba wird Hewlett-Packard dritter Registrar für das weltweite Firmenverzeichnis auf XML-Basis.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach einem mehrmonatigen internen Betatest (Computerwoche online berichtete) haben Ariba, IBM und Microsoft gestern ihr Projekt UDDI (Universal Description, Discovery and Integration) live geschaltet. UDDI soll auf Basis der Extensible Markup Language (XML) neuer Standard für "Gelbe Seiten" im Internet werden, auf denen Unternehmen ihre eigenen Produkte und Services beschreiben, nach geeigneten Partnern oder Dienstleistern suchen sowie mit diesen interagieren können.

Ursprünglich wollten alle drei UDDI-Initiatoren auch als Registrare für dieses virtuelle weltweite Branchenbuch aktiv werden. Ariba hat hier einen Rückzieher gemacht, die entstandene Lücke füllt Hewlett-Packard. Vorerst müssen sich interessierte Firmen allerdings an IBM und Microsoft halten; HPs Datenbank folgt erst im Laufe dieses Jahres. Dann sollen alle drei Verzeichnisse miteinander abgeglichen werden. Microsofts UDDI Program Manager Chris Kurt kündigte an, die Gates-Company werde den neuen Standard im Rahmen ihrer .NET-Initiative unterstützen.

Forrester-Analyst Ted Schadler erwartet, dass sich UDDI in geschlossenen Netzen schneller verbreiten wird denn als öffentliches System. "UDDI wurde zwar als öffentliches Verzeichnis konzipiert. Wir gehen aber davon aus, dass es in privaten Netzen viel schneller abheben wird, wo Firmen in vorbestimmter Weise miteinander arbeiten."