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Fujitsu Siemens erwägt Produktionsverlagerung in Billiglohnland

15.03.2007
Europas größter Computerhersteller Fujitsu Siemens (FSC) erwägt wegen des Preisdrucks im IT-Markt eine Verlagerung seiner PC-Produktion aus Deutschland in ein Niedriglohnland.

"Eine Überlegung ist, dass wir uns mittelfristig in unseren Werken in Augsburg und Sömmerda auf hochwertige Produkte wie Server und Speicher konzentrieren, um die Standorte langfristig sichern zu können", sagte der Chef des Gemeinschaftsunternehmens von Siemens und Fujitsu, Bernd Bischoff, der "Financial Times Deutschland".

Vorstellbar sei, dass Auftragsfertiger die Computer zusammenbauen, sagte Bischoff. "Diese Entwicklung ist aber nichts, was sofort passiert, sondern sich über einige Jahre hinziehen kann." FSC ist der Zeitung zufolge der einzige PC-Hersteller der Welt, der Computer noch in einem Hochlohnland wie Deutschland produziert. Mit flexiblen Arbeitszeiten und Produktivitätssteigerungen war es FSC in den vergangenen Jahren aber gelungen, den Kostennachteil gegenüber Konkurrenten wie Hewlett-Packard (HP), Dell oder Lenovo zu kompensieren. FSC beschäftigt in seinen Werken im bayerischen Augsburg und im thüringischen Sömmerda etwa 2.400 Mitarbeiter. (dpa/tc)