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Fujitsu erwartet höheren Verlust

29.01.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der japanische Elektronikkonzern Fujitsu hat in seinem dritten Geschäftsquartal, das im Dezember 2001 endete, ein herbes Minus ausgewiesen. Im abgelaufenen Berichtszeitraum meldete Fujitsu einen Nettoverlust von 922 Millionen Euro und damit um rund 320 Millionen Euro mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Umsatz fiel um 13 Prozent auf 9,2 Milliarden Euro. Die Einnahmen mit elektronischen Geräten sanken um 41 Prozent auf 1,04 Milliarden Euro. Fujitsu geht für das gesamte Geschäftsjahr von einem Nettoverlust von umgerechnet 3,31 Milliarden Euro aus. Zuvor hatte das Unternehmen lediglich mit einem Defizit von 2,7 Milliarden Euro gerechnet

Für das schlechte Ergebnis und die trüben Aussichten machte Fujitsu vor allem die Terrorattacken vom 11. September 2001 verantwortlich, die die Nachfrage nicht nur in den USA sondern auch in Europa und Asien gedrückt hätten. Die Japaner glauben, dass die Verbraucherausgaben in den USA in den kommenden Monaten wieder steigen könnten, halten eine ähnliche Entwicklung für den heimischen Markt jedoch aufgrund der tiefgreifenden Rezession für unwahrscheinlich. (ka)