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Forschungszentrum Jülich schickt Cray T-3 zur Schachweltmeisterschaft

08.06.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wenn vom 14. bis 20 Juni in Paderborn die zum mittlerweile neunten Mal ausgetragene Schach-Computer-Weltermeisterschaft (World Computer Chess Championship, WCCC) stattfindet, nimmt auch ein per Datenleitung angeschlossener Supercomputer vom Typ "Cray T-3" des John-von-Neumann-Insituts am Forschungszentrum Jülich teil. Der ansonsten eher für die Berechnung von Schadstoffverteilungen in Wasser oder von Verformungen von Werkstoffen unter Belastung eingesetzte Parallel-Hochleistungsrechner mit 512 Prozessoren wird in Kombination mit dem Programm "Zugzwang" versuchen, 29 andere Schachprogramme - darunter das Weltmeisterprogramm "Fritz" - mattzusetzen. Zugzwang wurde an der Uni Paderborn von Rainer Feldmann, Peter Mysliwietz, Burkhard Monien und dem Schachexperten Heiner Matthias entwickelt. Mit Hilfe der gewonnen Erfahrungen wollen die Wissenschaftler allgemeiner nutzbare Mittel und Wege finden, um Rechenverfahren möglichst effektiv zu parallelisieren (auf mehrere

Prozessoren zu verteilen). Aktuelle Informationen zum Wettstreit der Schachprogramme finden sich während der WM auf der Site der Universität Paderborn.