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FJH fällt wieder in die Verlustzone

18.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der angeschlagene Softwareanbieter FJH hat im zweiten Quartal einen Nettoverlust von 1,4 Millionen Euro verbucht. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum hatte sich das Minus noch auf 4,5 Millionen Euro belaufen. Leicht über den Erwartungen lag der Umsatz mit 14,5 Millionen Euro, war allerdings rund 17 Prozent niedriger als im Vorjahr. Weil ein Kundenprojekt verkauft werden konnte, so das Unternehmen in einer Ad-hoc-Meldung, sei ein zusätzlicher Umsatz von 1,5 Millionen Euro erzielt worden. Erst vor einem Monat hatte FJH die endgültigen Zahlen für das erste Quartal vorgelegt. Aufgrund von Sondereffekten erzielte das Unternehmen darin einen Gewinn von 3,1 Millionen Euro.

Der Spezialist für Versicherungssoftware gab an, innerhalb eines Jahres die Personalkosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen um fünf Millionen Euro reduziert zu haben. So schrumpfte die Zahl der Beschäftigten von 990 im Vorjahr auf zuletzt 595. Im laufenden dritten Quartal wird ein Umsatz von 13 Millionen Euro bei einem negativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) erwartet. FJH geht weiterhin davon aus, die Sanierung bis Jahresende abgeschlossen zu haben. Nachdem das Papier Ende der vergangenen Woche nach guten Nachrichten zu Kundenprojekten deutlich zugelegt hatte, stürzte die Aktie im Anschluss an die Bekanntgabe der Quartalszahlen um rund zehn Prozent ab. (ajf)