Charge 4 mit GPS

Fitbit stellt einen neuen Fitnesstracker vor

01.04.2020
Von 
Halyna Kubiv ist Content Manager bei Macwelt
Pünktlich zu Ostern hat der nun zu Google gehörende Fitness-Hersteller Fitbit einen Nachfolger für seine Charge-Reihe vorgestellt.

Mittlerweile ist das die vierte Iteration des Fitnesstrackers Charge, also Charge 4, der in einer Nische zwischen einer Smartwatch und einem klassischen Fitnesstracker angesiedelt ist. Den Vorgänger, Fitbit Charge 3, hat der Hersteller im Herbst 2018 vorgestellt, somit war eine Aktualisierung längst überfällig. Die Hauptneuerung steckt im Inneren: Die vierte Generation von Charge bringt einen eingebauten GPS-Sensor und setzt nicht mehr auf Connected GPS wie die Vorgänger, der Tracker wird selbstständiger. Hauptvorteil dabei: Man kann nur mit dem (aufgeladenen) Tracker loslaufen, los spazieren oder wandern, die Strecke und weitere Daten werden mittels GPS-Chip im Tracker mitgeschnitten. Apropos aufladen: Laut dem Hersteller hat sich die Akkudauer nicht geändert und beträgt wie beim Charge 3 sieben Tage. Wenn man bedenkt, dass ein GPS-Sensor eine zusätzliche Belastung für die Batterie ist, ist das eine Leistung.

Fitbit Charge 4
Fitbit Charge 4
Foto: Fitbit

Ansonsten hat sich an den Hardware-Spezifikationen nicht viel geändert: Fitbit Charge 4 hat genauso wie der Vorgänger den eingebauten SpO2-Sensor, der die Sauerstoffabweichung im Blut messen kann. Die fotometrischen Sensoren zur Pulsmessung verstehen sich von selbst. Die vierte Generation von Charge sieht genau so aus wie die Vorgänger, so werden die Armbänder von Charge 3 für Charge 4 passen und umgekehrt.

Eine weitere Neuerung kommt aus der Softwarezentrale von Fitbit: Charge 4 kann beim Training Aktivzonen anzeigen. Das ist vor allem für Sportler wichtig, die professionell oder semiprofessionell trainieren und den Puls in einer bestimmten Zone halten wollen. Das Prinzip hier: Jeder Mensch hat seinen Ruhepuls, dieser hängt vom Alter, Geschlecht, allgemeinem Fitness etc. ab. Bei unterschiedlichen Trainingsarten und Intensität kann der Puls jedoch unterschiedlich steigen: Bei einem bestimmten Pulsbereich wird vor allem Fett verbrannt, steigt der Puls höher, wird vor allem das kardiovaskuläre System beansprucht.

Einen bestimmten Bereich, meistens ab 200 Schläge pro Minute empfehlen die Trainer dann nicht mehr zu übersteigen, solche Belastungen wirken sich eher nachteilig aus. Charge 4 kann aus den Profileingaben in der App errechnen, in welchen Pulsschlägebereichen die eigenen Aktivitätszonen liegen und kann während des Trainings den Nutzer benachrichtigen, wenn sich seine Aktivitätszone ändert. Das ist vor allem praktisch, als dass man beim Sport nicht andauernd den eigenen Pulsschlag im Auge behalten muss, damit der auf dem gleichen Niveau bleibt.

Charge 4 kann man ab sofort auf Fitbit.com vorbestellen, der neue Tracker kostet knapp 150 Euro. Diesen kann man aus drei Farbvarianten auswählen: Schwarz, Dunkellila und Dunkelblau. Der Hersteller verspricht eine Auslieferung im April 2020. (PC-Welt)