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Finnische Company will Mehrheit an Gigabell übernehmen

29.09.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die finnische Saunalahti Oyj plant, 54 Prozent an dem von der Pleite bedrohten TK-Anbieter Gigabell zu übernehmen. Beide Unternehmen haben einen Vertrag unterzeichnet, wonach der Internet-Portal-Betreiber die Aktien des bisherigen Gigabell-Hauptaktionärs und -Vorstandsvorsitzenden Daniel David für eine bislang ungenannte Summe erwerben will. Die Wirksamkeit des Vertrages hänge neben den üblichen aufschiebenden Bedingungen von der erfolgreichen Durchführung der geplanten Restrukturierungsmaßnahmen ab, teilte der Frankfurter Multi-Service-Provider mit. Ziel sei es, noch im Oktober den vor zwei Wochen eingereichten Insolvenzantrag (Computerwoche.de berichtete) zurückziehen zu können.

Laut Gigabell hat die Familie David in den vergangenen drei Monaten bereits über vier Millionen Mark private Mittel in das marode Unternehmen investiert, um das operative Geschäft zu sichern. Am heutigen Freitag sei ein weiterer Betriebsmittelkredit in Höhe von 600 000 Mark hinzugekommen, hieß es. Saunalathi will Gigabell nach eigenen Angaben innerhalb von sechs Monaten in die Gewinnzone bringen.