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F5 und Redline versprechen höhere Anwendungsleistung

06.09.2004

F5 Networks kündigt heute ein Upgrade für seine Application-Traffic-Management-Software an, und auch Wettbewerber Redline Networks hat ein neues Tool in der Pipeline. Beide Lösungen fallen in die Kategorie, die Analysten gemeinhin mit "Web-enabled Application Delivery" oder auch "Application Front ends" titulieren. F5 und Redline liefern wie andere spezialisierte Anbieter Appliances, die mit spezialisierten Switches plus Software dafür sorgen sollen, das Anwendungen über das Netz schneller und sicherer laufen.

F5s neue Software heißt "Big-IP 9" und wurde über fast drei Jahre hinweg (unter dem Codenamen "Buffalo Jump") entwickelt. Sie enthält ein komplett neues Betriebssystem für das Traffic Management und läuft auf drei verschieden starken neue Appliances, die zwischen 17.000 und 35.000 Dollar kosten. Big-IP unterstützt Funktionen wie Datenkompression, Load Balancing und SSL-Beschleunigung (Secure Sockets Layer). Zu den Neuerungen in Version gehört so genanntes "Rate Shaping", das sicherstellen soll, dass für wichtige Anwendungen stets ausreichend Bandbreite zur Verfügung steht.

Außerdem soll die Administration erheblich vereinfacht worden sein - Anwender wie Analysten hatten in der Vergangenheit häufig bemängelt, bisher erhältliche Application-Delivery-Produkte seien viel zu komplex. Was F5 auch nicht wirklich ändern kann. "Diese Geräte erledigen immer mehr Funktionen, und damit steigt auch der Umfang des für den Betrieb nötigen Fachwissens", warnt Mark Fabbi von Gartner.

Redline bringt seine neue Software "3G Cache" auf den Markt, die häufig benutzte Daten von Servern abzieht, um deren Verarbeitung zu beschleunigen. Die Software kostet ab 5000 Dollar und läuft auf dem hauseigenen Appliance "E/X 3250", das mit 33.000 Dollar zu Buche schlägt. F5 wie Redline konkurrieren mit den großen Switch-Anbietern wie Cisco Systems und Nortel Networks, aber auch gegen kleinere Spezialisten wie Radware oder Netscaler. Gartner-Analyst Fabbi schätzt, dass für Switches zur Anwendungsbeschleunigung im vergangenen Jahr mehr als 500 Millionen Dollar ausgegeben wurden. (tc)