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Europäischer Server-Markt schrumpft um 21 Prozent

11.01.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der westeuropäische Server-Markt fiel im dritten Quartal 2001 auf ein Gesamtvolumen von drei Milliarden Dollar. Das sind 21 Prozent weniger als die noch im dritten Quartal 2000 erwirtschafteten Einnahmen von 3,81 Milliarden Dollar. Mit dieser Quote liegen die europäischen Zahlen über den weltweiten Vergleichswerten: Die globalen Server-Umsätze gingen im gleichen Zeitraum um 30 Prozent auf 10,7 Milliarden Dollar zurück (Computerwoche online berichtete). Dies geht aus der jüngsten Studie des Marktforschungsunternehmens International Data Corp. (IDC) hervor.

Europäischer Marktführer im Server-Segment bleibt IBM mit einem Anteil von 29,3 Prozent. Compaq Computer kam auf 18,8 Prozent, Hewlett-Packard auf 16,4 Prozent, Sun Microsystems auf 11,2 Prozent und das Joint Venture Fujitsu-Siemens Computers auf 10,6 Prozent.

IDC zufolge sank die Zahl der ausgelieferten Intel-Server um lediglich 0,9 Prozent. Das sei ein Beleg dafür, dass die Server-Preise weiter drastisch gesunken sind. Von den Einnahmen mit Standard-Intel-Servern gingen im dritten Quartal 2001 über 36 Prozent auf das Konto von Compaq. An zweiter Stelle folgte IBM mit einem Marktanteil von 17,8 Prozent. Dell kam auf 15, HP auf 11,2 und Fujitsu-Siemens auf 11,1 Prozent des Gesamtumsatzes.

Das Segment der Unix-Server ging zwischen Juli und September 2001 gemessen an den Umsätzen um 28 Prozent zurück. Die größten Einbußen verbuchte hier der kalifornische Anbieter Sun, dessen Einnahmen im Vergleich zum dritten Quartal 2000 um 40 Prozent sanken. Damit musste Sun seinen ersten Platz im europäischen Unix-Server-Markt mit einem Anteil von nur noch 25,1 Prozent an Hewlett-Packard abgeben, das auf 28,8 Prozent kam. Auf den Plätzen drei bis fünf lagen IBM mit 19,4, Compaq mit 11,4 und Fujitsu-Siemens mit 8,7 Prozent.

2002: Leichte Markterholung

Nachdem die weltweiten Server-Einnahmen im Gesamtjahr 2001 um rund 20 Prozent auf 54,5 Milliarden Dollar zurückgingen, rechnet IDC für 2002 mit einer leichten Erholung. Die Auguren prognostizieren einen Anstieg von zwei bis drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei sollen vor allem die Intel-Server-Umsätze steigen, während Mainframes, Unix-Maschinen und proprietären Midrange-Servern schwierige Zeiten bevorstehen. Bezüglich der ausgelieferten Stückzahlen erwarten die Marktforscher eine Wachstumsrate zwischen elf und 13 Prozent. Diese Steigerungseffekte sollen jedoch erst im zweiten Halbjahr 2002 auftreten. (ka)