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Europäischer IT- und TK-Markt wächst über Weltniveau

06.11.2000
Eito-Studie belegt Umsatzplus von 11,3 Prozent

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Wachstum des europäischen Markts für Informations- und Telekommunikationstechnologie liegt dauerhaft über dem weltweiten Durchschnitt. Insbesondere gegenüber den USA und Japan hat der alte Kontinent die Nase vorn. Dies sind Kernaussagen der Studie des European Information Technology Observatory (Eito). Das Wachstum des europäischen Markts für Informationstechnik und Telekommunikation - hierzu zählt Eito die Informationstechnik, die Telekommunikation, Hardware, Software und Services - werde in diesem Jahr 11,3 Prozent betragen. Die USA verzeichneten einen Anstieg von acht, Japan von sechs Prozent. Weltweit belaufe sich der Zuwachs auf 10,1 Prozent. In Europa hat das Marktvolumen erstmals die Eine-Billion-Mark-Grenze überschritten.

Für das Jahr 2001 rechnet Eito in Europa mit einem Anstieg der Verkaufszahlen um 9,5 Prozent, was rund 1,1 Billionen Mark ausmachen würde. Weltweit dürfte nach den Eito-Berechnungen die IT- und TK-Branche im kommenden Jahr Erlöse von insgesamt 3,7 Billionen Mark erzielen. Die Telekommunikation trägt mit 53 Prozent zum europäischen IT- und Telekom-Markt bei. Die Informationstechnik mit den restlichen 47 Prozent umfasst auch Software und IT-Dienstleistungen. Innerhalb der Informationstechnik sind in Bezug auf das Umsatzwachstum IT-Services und Software die klaren Spitzenreiter. Die Erlöse aus Dienstleistungen wuchsen dieses Jahr um 14,6 Prozent. 2001 sollen sie laut Eito noch eine Umsatzsteigerung von 13,4 Prozent erfahren. Die Zahlen für die Steigerung der Software-Umsätze belaufen sich analog auf 13,7 und 14,4 Prozent. Die Hardware-Umsätze steigen um 7,4 beziehungsweise 6,8 Prozent auf ein Volumen von 207 Milliarden Mark im Jahr 2000 und 221 Milliarden

Mark im kommenden Jahr. In der Telekommunikation erhöhte sich der Umsatz insbesondere wegen des erheblich angestiegenen Absatzes von Telekommunikationsendgeräten um 11,9 Prozent auf 545 Milliarden Mark. 2001 sei ein Umsatzplus von neun Prozent auf 594 Milliarden Mark zu erwarten, errechnen die Verfasser der Eito-Studie.