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EU will Fusion zwischen MCI Worldcom und Sprint vereiteln

27.04.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Europäische Kommission erwägt offenbar, dem geplanten Merger zwischen MCI Worldcom und Sprint einen Riegel vorzuschieben. Die Kommission will beiden Firmen in den nächsten Tagen ein formelles Schreiben mit den Einwänden zusenden. "Wir haben große Bedenken in bezug auf die kartellrechtlichen Aspekte," erklärte Mario Monti, Kommissar der Kartellwächter. Die ersten Untersuchungen zur Fusion, die Brüssel seit Februar durchführt (CW Infonet berichtete), hätten die Vorbehalte der EU noch verstärkt. Spekulationen zufolge will Brüssel verlangen, dass sich entweder MCI Worldcom oder Sprint von seinen Internet-Aktivitäten trennt. Mit gründem Licht seitens der Kartellbehörden sei am ehesten

zu rechnen, so Expertenmeinungen, wenn MCI Worldcom Uunet verkaufen würde. Sprint hat bereits vor einigen Wochen angeboten, sein Internet-Geschäft zu veräußern (CW Infonet berichtete).