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EU-Kommission macht Druck bei Domains

20.04.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit einer Reihe von Empfehlungen will die Europäische Kommission ihren Einfluss auf die "Zentralverwaltung" des Internet, Icann (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers), erhöhen. Die Europäer stören sich insbesondere an der Dominanz amerikanischer Vertreter und an der Tatsache, dass die Übergabe der zentralen Registrierungsdatenbank für Web-Adressen nur schleppend vorangeht. Noch immer ist der sogenannte Root-Server in der Hand des US-Unternehmens Network Solutions. Die Kommission mahnt außerdem offenere Prozesse bei den Icann-Vorstandswahlen sowie der Finanzierung der Organisation an. Auch bemängeln die EU-Vertreter mangelnde Sprachkenntnisse des überwiegend amerikanischen Icann-Personals. Schließlich wünschen sie eine rasche Annahme der Toplevel-Domain ".eu" für Europa.