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EU-Kommissarin will Handy-Roamingpreise per Gesetz beschränken

06.02.2006
In ihrem Kampf gegen hohe Auslandsgebühren im Mobilfunk macht EU-Telekom-Kommissarin Viviane Reding einem Zeitungsbericht zufolge ernst.

Sie wolle den Mobilfunk-Anbietern rechtlich verbieten, im Ausland höhere Gebühren für so das genannte Roaming zu erheben als die im Heimatland üblichen, berichtete die "Financial Times" am Samstag unter Berufung auf beteiligte Personen. Reding wolle ihre Pläne am Mittwochabend bei einem Treffen europäischer Wettbewerbsaufseher in Paris vorstellen.

Die EU-Kommission kritisiert bereits seit langem die Gebühren für Handy-Telefonate im Ausland als zu hoch. Im Herbst veröffentlichte sie im Internet eine Liste der Roaming-Gebühren verschiedener Anbieter, um für mehr Transparenz zu sorgen und den Druck auf die Telekom-Firmen zu verstärken. Reding hatte bereits mit rechtlichen Schritten gedroht, falls die Unternehmen nicht einlenken. Diese verteidigen die Höhe der Gebühren als angemessen. Reding bräuchte bei ihren Gesetzesplänen die Zustimmung anderer EU-Kommissare, des Europäischen Parlaments und der nationalen Regierungen. (dpa/tc)