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EU fördert Brennstoffzellen-Forschung

11.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Europäische Kommission will die Bennstoffzellen-Forschung in den kommenden drei Jahren mit 2,12 Milliarden Euro fördern. Brennstoffzellen wandeln Wasserstoff in elektrische Energie um. Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft sollen die Kommission beraten, wo das Geld am besten zu investieren ist. Ziel ist es, den Anteil wasserstoffbetriebener Autos in der EU bis zum Jahr 2020 auf 20 Prozent zu steigern und so Klimaschutzziele zu erreichen. In Zukunft könnten nach dem Willen der Politiker Brennstoffzellen auch die Energieversorgung für private Haushalte und Industrieanlagen übernehmen.

Vorsichtiger sind die Einschätzungen der Industrie. Obwohl auch große Unternehmen wie DaimlerChrysler, General Motors und Shell an der Wasserstoff-Technologie arbeiten, glaubt zum Beispiel Shell, dass bis 2040 die Energieversorgung weiterhin hauptsächlich durch fossile Brennstoffe abgedeckt wird. Im Jahr 2020 werden nach Einschätzung des Konzerns maximal 25 Prozent der neu in der EU zugelassenen Autos mit Brennstoffzellen ausgerüstet sein. Bislang schränken hohe Kosten und eine mangelnde Infrastruktur die Entwicklung der Wasserstoff-Technologie ein. Außerdem sei es für Unternehmen schwer abzuschätzen, ob brennstoffzellenbetriebene Autos Akzeptanz beim Kunden finden. (lex)