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Essen hinterm Steuer ist gefährlicher als Mobiltelefonieren

19.03.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Beobachten von Unfällen auf der Gegenfahrbahn, Essen und Trinken hinterm Steuer oder dichtes Auffahren auf den Vordermann sind in den USA viel häufiger Grund für Autounfälle als das Telefonieren mit dem Handy. Die Benutzung eines Mobiltelefons war lediglich für 1,5 Prozent der durch Ablenkung verursachten Crashs verantwortlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des US-Automobilclubs AAA, der 26.000 polizeiliche Unfallberichte für den Raum Nordkalifornien in den Jahren 1995 bis 1998 untersuchte, in denen die Unfallursache genannt wurde.

Demnach wurden 19,7 Prozent der Autofahrer durch externe Vorkommnisse abgelenkt, wie ein illegal die Straße überquerender Fußgänger, ein verunfalltes Auto auf der anderen Fahrbahnseite oder ein auffälliges Plakat. In 18,8 Prozent der Fälle führte Essen und Trinken hinterm Steuer zu Crashs. Zu 11,4 Prozent war das Herumschalten am Radio oder CD-Player Ursache für Zwischenfälle, zu 9,4 Prozent unerwartete Aktionen von Mitinsassen und zu 3,2 Prozent sich lösende Gegenstände wie ein herumrollender Basketball oder mitfahrende Haustiere. Gefährlich leben auch Raucher: Das Anzünden einer Zigarette hatte für 1,2 Prozent der Unfallfahrer böse Folgen.