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Erwin Königs verlässt die Software AG

28.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Software AG hat am vergangenen Freitag bekannt gegeben, dass ihr Vorstandsvorsitzender Erwin Königs (52) sein Amt nach mehr als sechsjähriger Amtszeit zu Ende April kommenden Jahres "auf eigenen Wunsch" niederlegen wird. Der Aufsichtsrat hat nach eigenen Angaben bereits mit der Suche nach einem geeigneten Nachfolger begonnen und äußerte sich zuversichtlich, diesen in Kürze präsentieren zu können. Königs arbeitete nach seiner Promotion an der RWTH Aachen zunächst drei Jahre beim CERN in Genf. Anschließend verantwortete er bei Nixdorf in Paderborn die Einführung eines der ersten RISC-basierten Unix-Systeme. Vor seinem Wechsel zur Software AG, wo er vor allem die strategische Ausrichtung in Richtung XML vorantrieb, war der Manager Vorstandsvorsitzender bei Linotype Hell.

Ende Juli hatte das Darmstädter Unternehmen Zahlen zum zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres vorgelegt. Der Umsatz für die ersten sechs Monate ging im Jahresvergleich von 287,4 Millionen Euro auf 239,8 Millionen Euro zurück. Besonders das Lizenzgeschäft litt unter der allgemeinen Marktschwäche, hier fielen die Einnahmen von 100,3 Millionen Euro (enthalten waren 15,5 Millionen aus Technologieverkäufen) auf 55,3 Millionen Euro. Unterm Strich meldete die Software AG für das erste Halbjahr einen Vorsteuergewinn von 22,2 Millionen Euro sowie einen Nettogewinn von 11,8 Millionen Euro oder 43 Cent pro Aktie. Die Zahlen zum dritten Quartal veröffentlicht das Unternehmen am kommenden Mittwoch. (tc)