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Ellison investiert 100 Millionen Dollar in Storage-Startup

11.12.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Trotz Bedenken von Beobachtern, im Storage-Markt tummelten sich bereits zu viele Anbieter, steckt Oracle-Chef Lawrence "Larry" Ellison 100 Millionen Dollar in die Startup Pillar Data Systems. An was genau diese tüftelt, ist noch unklar. Offenbar handelt es sich aber um einen Mix aus Soft- und Hardware, der sich gleichermaßen für SAN (Storage Area Networks) und NAS (Network Attached Storage) eignen soll. Auf den Markt kommen sollen Pillars Produkte frühestens in neun bis zwölf Monaten.

Pillar, als israelischer Thinktank gestartet, beschäftigt in der aktuellen "Stealth-Mode"-Phase in Milpitas und San Jose, Kalifornien rund 185 Mitarbeiter. CEO der Firma ist Michael Workman, ein früherer Vice President von IBMs Storage-Sparte. Dass der Markt auf seine Firma wartet, daran glaubt der Manager fest. "Als ich angefangen habe war das meine zentrale Frage", erklärte Workman. "Wer zum Teufel braucht noch eine Storage-Start-up?" Die wenigsten der kleineren Anbieter seien in der Lage, ihren Kunden One-Stop-Shopping anzubieten. Pillar werde dies leisten, verspricht der Firmenchef. CIOs wollten sich nicht auch noch damit herumschlagen, aus den neuesten und tollsten Speicherprodukten ein Netz zusammenzubasteln. "Die wollen nicht der Integrator sein", so Workman.

Von Ellisons geplanten 100 Millionen Dollar hat Pillar bislang erst knapp die Hälfte erhalten. Die Mittel reichten aber mittelfristig aus, so Workman. Das Venture Capital für Firmen im Storage-Bereich geht seit einiger Zeit kontunierlich zurück. Wurden im Jahr 2000 noch 800 Millionen Dollar in neue Unternehmen dieses Segments investiert, so kamen in den ersten drei Quartalen dieses Jahres gerade noch 186 Millionen Dollar zusammen. (tc)