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EDS verfehlt wichtiges Jahresziel

07.12.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der IT-Serviceriese Electronic Data Systems hat seine Cashflow-Prognose für 2004 gesenkt. Das Unternehmen aus Plano, Texas, rechnet nun damit, das ausklingende Geschäftsjahr mit einem negativen freien Cashflow von 222 bis 322 Millionen Dollar abzuschließen. Bislang hatte EDS einen positiven Betrag von 200 bis 300 Millionen Dollar in Aussicht gestellt. Als Begründung verwies der Konzern auf eine Kreditrückzahlung von 522 Millionen Dollar zur Finanzierung eines Großauftrags mit der US-Marine. Um das für die Errichtung des Navy Marine Corps Intranet (NMCI) benötigte Equipment zu kaufen, hatten die Texaner im Jahr 2001 einen speziellen Trust ins Leben gerufen. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers wird die Navy künftig alle anfallenden Leasing-Gebühren direkt an EDS zahlen. Die Company rechne damit, dass ihr mit dieser Änderung schneller die angefallenen Investitionen erstattet werden. Seit der Unterzeichung des Vertrags im Jahr 2000 hat der Mega-Deal dem Konzern bereits einen Verlust von mehr als eine Milliarde Dollar eingebracht (mb)