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EDS profitiert vom Outsourcing-Boom

08.02.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der in Texas ansässige IT-Dienstleister EDS (Electronic Data Systems) hat Zahlen zum vierten Quartal des abgeschlossenen Geschäftsjahres 2001 veröffentlicht. In seiner Bilanz weist der Konzern einen Nettogewinn von 405 Millionen Dollar oder 82 Cent pro Aktie aus, das sind 26 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (312 Millionen Dollar oder 68 Cent je Anteilschein). Abzüglich eines außergewöhnlichen Zugewinns betrug der Proforma-Profit 81 Cent pro Aktie und übertraf damit die Erwartungen der Wall Street um zwei Cent. Die Quartalseinnahmen steigerte EDS im Jahresvergleich von 5,2 Milliarden Dollar um 14 Prozent auf 5,91 Milliarden Dollar. Für das gesamte Geschäftsjahr ergibt sich auf Basis von 21,5 Milliarden Dollar Umsatz ein Nettogewinn von 1,3 Milliarden Dollar nach Einnahmen von 19,2 Milliarden Dollar und 1,09 Milliarden Dollar Profit im Vorjahr. Regional konnte das

Unternehmen überall zulegen; einziger Schwachpunkt war die Consulting-Sparte A.T. Kearney. Im Laufe des Jahres schloss EDS neue Verträge mit einem Volumen von 31,4 Milliarden Dollar ab, geringfügig weniger als im Vorjahr (32,6 Milliarden Dollar). CEO (Chief Executive Officer) Dick Brown gab sich zuversichtlich, dass sein Unternehmen die Gewinnprognose von 65 Cent für das laufende Quartal und 3,07 Dollar für das Geschäftsjahr 2002 erreichen werde. Der freie Cashflow von EDS lag im vergangenen Jahr mit 197 Millionen Dollar deutlich unter den 330 Millionen Dollar des Vorjahres. Im vierten Quartal lag der Wert mit 453 Millionen Dollar allerdings höher als erwartet. Die Aktie des Konzerns steht laut "Wall Street Journal" seit Ende vergangenen Jahres vermehrt unter Druck; unter anderem hinterfragen Beobachter die Finanzierung weiteren Wachstums. EDS engagiert bei Neuaufträgen vermehrt Banken zur Finanzierung der jeweiligen Equipment-Anschaffungen. Das Unternehmen verzichtet

hier offenbar bewusst auf Umsätze, um das Risiko des Besitzes auf die Geldinstitute abzuwälzen. Ende letzten Jahres summierten sich solche Finanzierungen auf 908 Millionen Dollar nach 514 Millionen Dollar im Vorjahr. EDS-Chef Brown begründete die Zunahme vor allem mit einem Großauftrag der US-Marine. (tc)