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Dunkle Wolken über Inktomi

04.04.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Softwarefirma Inktomi hat sich in die Phalanx der Firmen eingereiht, die vor einem schlechten Geschäftsverlauf im ersten Quartal 2002 gewarnt haben. Statt der von Analysten erwarteten 40 Millionen Dollar Umsatz wurden voraussichtlich nur gut 30 Millionen Dollar eingenommen. Darüber hinaus haben sich die Verluste erhöht, meldete die Firma aus dem Silicon Valley. Das Pro-forma-Minus vor Goodwill-Abschreibungen und Restrukturierungskosten liege zwischen acht und zehn Cent je Aktie. Die Wallstreet hatte einen Verlust von fünf Cent als Zielmarke genannt. Abgerundet wird das düstere Bild mit einer Sonderabschreibung von 75 Millionen Dollar im ersten Quartal für eine Immobilie.

Der Aufschwung komme später als angenommen, begründete CEO David Peterschmidt das schlechte Abschneiden. Große Deals habe es in dem Quartal überhaupt nicht gegeben, hieß es, und in den nächsten zwölf bis 18 Monaten rechne man auch nicht mit einer signifikanten Verbesserung der Situation. Allerdings verfügt Inktomi nach eigenen Angaben über 239 Millionen Dollar in kurzfristigen Mitteln, womit der Betrieb für die nächsten zweieinhalb Jahre sichergestellt werden soll. (ajf)