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DSAG erreicht vereinfachte R/3-Wartungsverlängerung

14.10.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Anwender von SAP R/3 in den älteren Versionen 3.1I, 4.0B, 4.5B sowie 4.6B können ab sofort formlos eine Wartungsverlängerung beantragen; der bislang erforderliche so genannte Maintenance Extension Check entfällt. "Damit hat sich unser intensiver Dialog mit der SAP gelohnt, in dem wir eine kundenfreundlichere Lösung befürwortet haben", erklärte in einer Pressemitteilung Alfons Wahlers, Vorsitzender der Anwendergruppe DSAG auf deren Jahreskongress in Bremen. "Für zahlreiche Anwenderunternehmen ist die Kurskorrektur der SAP eine große Erleichterung."

Der Walldorfer Konzern hatte den Maintenance Check eingeführt, weil bestimmte Länder-, Personalwirtschafts- und Branchenlösungen nicht Teil der R/3-Wartungsverlängerung für 2004 waren. Die Hauptwartung der genannten Releases endet zu Ende dieses Jahres. Für 2004 bietet SAP Kunden gegen eine erhöhte Wartungsgebühr als zusätzliche Option die "kundenspezifische Wartung" an. Diese enthält keine neuen Support-Packages und gesetzlichen Änderungen mehr und bietet nur noch eingeschränkte technologische Upgrades und individuelle Problemlösungen.

Generell verlangt SAP im Jahr 2004 für die genannten älteren R/3-Releases eine von 17 auf 19 Prozent erhöhte Wartungsgebühr (dies wurde bereits im März vergangenen Jahres angekündigt). Anwender, die auf ein Release größer 4.6C migrieren, können ihre Wartung quartalsweise verlängern und nach erfolgtem Umstieg auch vierteljährlich kündigen. Vertikale Lösungen, deren Wartung bereits abgelaufen ist, werden allerdings nicht mehr berücksichtigt.

Für den Zeitraum nach 2004 erwartet auch die DSAG keine weitere Wartungsverlängerung mehr. "Die SAP hat einen großen Schritt auf ihrer Kunden zu gemacht. Jetzt liegt es bei den Anwenderunternehmen, eine Strategie für ihre Systeme zu entwickeln und umzusetzen", so Wahlers weiter. "Wir empfehlen eine Umstellung auf R/3 Enterprise." (tc)