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Dieb klaut Identitätsdaten aus der University of Berkeley

29.03.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Einem Dieb sind Identitätsdaten von rund 100.000 Förderern, Absolventen und Studenten der University of Berkeley in die Hände geraten. Nach Angaben von Vertretern der kalifornischen Hochschule hat der Langfinger einfach ein Notebook aus den Verwaltungsbüros mitgehen lassen. Zu den auf dem Rechner gespeicherten Daten gehören Sozialversicherungsnummern und andere sensible Informationen.

Der Diebstahl geschah bereits am 11. März. In der Hoffnung, die Polizei könne das Verbrechen aufklären, schwiegen die Universitätsverantwortlichen zunächst über den Vorfall. Nachdem die Ermittlungen jedoch nicht zum Ziel führten, ist die Hochschulverwaltung nun aufgrund gesetzlicher Vorgaben dazu verpflichtet, den Diebstahl öffentlich zu machen und damit die Betroffenen zu warnen.

Der Dieb könnte mit Hilfe der Daten Geschäfte im Namen anderer Personen abschließen, räumte Universitätssprecherin Maria Felde ein. Allerdings lägen bislang noch keine Hinweise auf einen Missbrauch vor. Dennoch sollten alle betroffenen Personen beispielsweise ihre nächsten Kreditkartenabrechnungen genau prüfen. Die Universität bedauere den Diebstahl und werde Maßnahmen ergreifen, um künftig die Sicherheit derartiger Informationen zu gewährleisten, versprach Felde. (ba)