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Deutsche Firmen sparen 17 Milliarden Euro durch Internet-Einsatz

04.10.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Durch effizienten Internet-Einsatz sparen kleine und mittelständische deutsche Unternehmen in diesem Jahr mehr als 17 Milliarden Euro. Das ist das Ergebnis einer Studie des britischen Marktforschungsinstitut Ovum, für die 800 Unternehmen mit bis zu 999 Mitarbeitern in Deutschland, Großbritannien und Italien befragt wurden. Die Einsparungen der britischen und italienischen Firmen im Jahr 2001 beziffern die Experten auf 6,3 Milliarden beziehungsweise 3,2 Milliarden Euro.

Dem Bericht zufolge werden mittelgroße Unternehmen in Deutschland unter anderem durch die Nutzung von E-Mail-Diensten und den Internet-Zugang am Arbeitsplatz in diesem Jahr ihre Ausgaben um durchschnittlich 169.000 Euro senken. Das entspricht rund zwölf Prozent des gesamten IT-Budgets der Firmen. Für 2002 rechnen die Analysten damit, dass die Unternehmen weitere Einsparungen unter anderem durch den Aufbau und Betrieb eines IP-basierenden Virtual Private Networks (VPN) realisieren können. Dies ersetzt die teuren Standleitungen. Außerdem sollen einheitliche Internet-Zugänge und Messaging-Systeme unabhängig von Ort, Endgerät und Zugangsart die Administration von Daten, Netzen und Systemen vereinfachen und die Service- und Wartungskosten reduzieren.

Wie es in der Studie weiter heißt, wird die Internet-Nutzung in mittelständischen Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten trotz der schwächeren Konjunktur um weitere 17 Prozent steigen. Um Personalkosten zu sparen, werden die Unternehmen dabei verstärkt auf Outsourcing setzen und im Jahr 2002 etwa 13 Prozent aller IP-Services an externe Dienstleister vergeben. Nur 20 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass das firmeneigene Fachwissen ausreicht, um E-Business erfolgreich und kosteneffektiv zu betreiben. Jedes dritte Unternehmen beklagt, dass zirka 50 Prozent der Arbeitszeit der IT-Abteilungen für die Problembehebung laufender Anwendungen benötigt wird.