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Details zum neuen zSeries-Software-Pricing der IBM

08.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Gestern berichteten wir im Zusammenhang mit neuer z900-Hardware über veränderte Preismodelle für Mainframe-Software der IBM. Das Unternehmen hat uns mittlerweile weitere Details zur Verfügung gestellt, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.

Nach Angaben von Jürgen Ley, Brand-Manager und Certified Expert Systemsoftware des zSeries-Bereichs, wurde neben Großkundenrabatten vor allem das bisherige Gebührenmodell Workload License Charge (WLC) verändert. Dieses gilt für die allermeisten Produkte inklusive Middleware wie CICS und IMS sowie für die Betriebssystemsoftware "z/OS". Die monatliche Gebühr beziehe sich jeweils auf eine logische Partition (LPAR), so Ley. Bislang sei der Preis anhand der definierten Größe der Partition festgelegt worden. Künftig ergäben sich die Kosten aus der tatsächlichen Nutzung (im Vier-Stunden-Durchschnitt). Eine 1000 MIPS große, im Schnitt aber nur mit 700 MIPS ausgelastete LPAR sei somit künftig entsprechend preiswerter.

Ein spezielles Reporting-Tool ermittle ständig die Auslastung und halte den maximalen Vier-Stunden-Durchschnitt einer oder mehrerer LPARs für jeweils einen Monat fest. Werde ein Programm über mehrere Partitionen hinweg genutzt, dann werde die Summe ermittelt. Hier seien weitere Einsparungen möglich, wenn beispielsweise die Lastspitzen der verschiedenen LPARs nicht zum gleichen Zeitpunkt lägen. Wie schon zuvor könne der Kunde übrigens auch beim neuen Preismodell, dass ab Juli 2002 gelte, ein Limit für die höchste Nutzung einer LPAR vorgeben, um seine Kosten zu begrenzen. (tc)