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Der Virus geht um: Krankmelden im Web 2.0

23.04.2007
"Who is sick?" – Auch mit dieser Frage beschäftigt sich die Internet-Welt in Zeiten von Web 2.0. Auf einer interaktiven Plattform können sich Menschen krank melden und sehen, ob ihre Region gerade besonders gefährdet ist.

Wer sich nur informieren will, gelangt über eine Ortssuche auf Google-Maps-Karten, auf denen die registrierten Kranken ihren Standort und die genauen Symptome verzeichnet haben. Dass sich bislang nur für die USA ein detailliertes Bild erstellen lässt, liegt noch am geringen Bekanntheitsgrad von "Who is sick?". Es lässt sich erfahren, dass in New York und Los Angeles aktuell jeweils um die 400 Erkrankungen gemeldet sind – fast die Hälfte davon Schnupfen und Husten. Auch in deutschen Großstädten wie Berlin oder München tummeln sich die erfassten Grippeviren bereits – für eine erste Gefahrendiagnose mag das schon reichen.

In München leiden viele Menschen an Husten (grüne Markierungen).
In München leiden viele Menschen an Husten (grüne Markierungen).

Die Entstehungsgeschichte von "Who is sick?" ist so unkonventionell wie die Seite selbst: Weil seine Frau über Magenschmerzen klagte, fuhr ein Amerikaner mit ihr in ein Krankenhaus – die Eheleute befürchteten eine Lebensmittelvergiftung. Nach vier Stunden Wartezeit erfuhren sie von einer Magen-Darm-Grippewelle in ihrem Ort, die der Grund für die Beschwerden war. Damit alle Bürger schneller an solche Informationen gelangen können, startete der Mann kurze Zeit später das Internet-Portal, das sich nun wachsender Beliebtheit erfreut. (sh)