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Der Server-König 2002 heißt HP

27.01.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Gartner Dataquest hat am Freitag Zahlen zum weltweiten Server-Markt im vergangenen Kalenderjahr 2002 veröffentlicht. Im Vergleich zum Vorjahr sind nach Zählung der Marktforscher 4,61 Millionen Geräte ausgeliefert worden, das entspricht einer Steigerung um 4,2 Prozent gegenüber den 4,43 Millionen Einheiten aus dem Jahr 2001. Der Markt stabilisiere sich zwar, bleibe aber in einem weltweit schwachen makroökonomischen Klima weit entfernt vom dramatischen Wachstum der späten 90er Jahre, bilanzieren die Auguren.

Dank der im vergangenen Mai endgültig abgeschlossenen Übernahme von Compaq eroberte sich HP einen überlegenen Spitzenplatz im Ranking der führenden Hersteller. Der Konzern aus Palo Alto setzte zwar mit 1,39 Millionen Servern 4,6 Prozent weniger Geräte ab als im Vorjahr, dies reichte aber für 30,1 Prozent Marktanteil (im Vorjahr hatten sich die Market Shares von Hewlett-Packard alt und Compaq auf 32,8 Prozent summiert). Rang zwei belegt Direktanbieter Dell, der seine verkauften Stückzahlen um 19,3 Prozent auf 851.227 und seinen Marktanteil von 16,1 auf 18,5 Prozent steigern konnte.

Vergleichsweise stabil blieben die Stückzahlen beim Drittplatzierten IBM, der laut Dataquest mit 657.895 Maschinen 1,3 Prozent weniger Server verkaufte als im Vorjahr. Beim Marktanteil ergibt dies einen Rückgang von 15,1 auf 14,3 Prozent. Auf Platz vier legte Sun Microsystems bei den Stückzahlen um 6,7 Prozent auf 227.300 zu und steigerte seinen Marktanteil um eine Nachkommastelle auf sechs Prozent. Die japanische NEC komplettiert die Top Five mit 103.521 Einheiten (minus 2,5 Prozent gegenüber Vorjahr) und 2,2 Prozent Marktanteil nach 2,4 Prozent im Jahr 2001. Alle übrigen Anbieter setzten zusammen 1,33 Millionen Server ab, das sind 8,8 Prozent mehr als im Vorjahr und gut für 29 Prozent Marktanteil im Vergleich zu 27,7 Prozent im Vorjahr. (tc)