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Datev senkt Wachstumsprognose

05.07.2004

Der Nürnberger Software- und Serviceanbieter Datev eG konnte seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2004 aufgrund schwieriger Rahmenbedingungen nur geringfügig steigern. Wie die Genossenschaft bekannt gab, kletterten die Einnahmen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,5 Prozent auf 292,7 Millionen Euro. Das Wachstum wurde in erster Linie in neuen Geschäftsfeldern erzielt, etwa IT-Beratung sowie Softwarelösungen für Wirtschaftsprüfer und Anwälte. Künftige Zuwächse sieht Datev daher primär in diesen Segmenten sowie im Bereich IT-Sicherheit. Das Kerngeschäft Finanzbuchhaltung und Steuerabrechnung stagniert dagegen. Für das Gesamtjahr 2004 geht Vorstandschef Dieter Kempf daher nur noch von einem Umsatzplus von bis zu einem Prozent und einem "zufrieden stellenden Ergebnis" aus. Zuvor hatte das Unternehmen noch ein Wachstum um zwei Prozent erwartet.

Im vergangenen Jahr hatten die Franken einen operativen Profit von 31,3 Millionen Euro erzielt, das entspricht einem leichten Rückgang gegenüber dem Betriebsgewinn von 33,9 Millionen Euro im Vorjahr. Die Einnahmen wurden dagegen um knapp ein Prozent auf 571,3 Millionen Euro gesteigert.

Zum Stichtag am 1. Juli 2004 beschäftigten die Nürnberger 5393 Mitarbeiter, das entspricht im Jahresvergleich einem Rückgang um 18 Angestellte. Dieser Schwund ist laut Datev allerdings nur auf einen vorübergehenden Effekt zurückzuführen. Gegenwärtig seien mit 201 Positionen 29 mehr Planstellen offen als im Vorjahr. (mb)