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Covisint-Chef: "Wir sind auf dem richtigen Weg"

13.08.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Kevin English, seit Mai dieses Jahres CEO (Chief Executive Officer) bei Covisint, dem Riesenmarktplatz der weltweiten Automobilindustrie, geht davon aus, dass sein Unternehmen noch vor dem Jahr 2003 Cashflow-positiv wirtschaften wird. Im zweiten Quartal seien bereits Waren und Dienstleistungen im Wert von 35 Milliarden Dollar über Covisint gehandelt worden, erklärte English - nach gerade einer Milliarde Dollar Umsatz im vorhergehenden Quartal. Mittlerweile gehe es weiter aufwärts. Covisint schneide damit deutlich besser ab als zunächst von Analysten erwartet. Laut English hatten Experten im Vorfeld erwartet, die Company werde bis Ende 2002 ein Umsatzvolumen von 45 Milliarden Dollar per annum erreichen.

Zuvor hatte Covisint, anfänglich von den Automobilkonzernen General Motors, Ford, DaimlerChrysler, Renault und Nissan sowie den (IT-)Techniklieferanten Commerce One und Oracle gegründet, am vergangenen Freitag offiziell die Einrichtung der übergeordneten Holding Covisint Inc. angekündigt. Diese soll langfristig die Option eröffnen, neben der Automobilindustrie auch weitere vertikale Märkte zu bedienen.

Eher bedeckt hielt sich English zum heiklen Thema Börsengang. Ein Going Public habe zurzeit nicht höchste Priorität. "Wir sind noch nicht reif dafür, und für Firmen wie uns gibt es gegenwärtig keinen Kapitalmarkt", so der Covisint-CEO. 2003 oder 2004 sei dann möglicherweise der richtige Zeitpunkt für ein IPO. "Vorher sind wir Cashflow-positiv", versprach der Manager.