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Corning schreibt Verlust und schließt Werke

19.10.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-Glasfaserhersteller Corning verzeichnete im dritten Quartal 2001 einen Nettoverlust von 220 Millionen Dollar oder 24 Cent pro Aktie gegenüber einem Gewinn von 254 Millionen Dollar oder 29 Cent je Anteilschein im Vorjahresquartal. In dem jüngsten Ergebnis sind Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 222 Millionen Dollar enthalten. Abzüglich einmaliger Aufwendungen ergab sich im dritten Dreimonatszeitraum dieses Jahres ein Pro-forma-Gewinn von 85 Millionen Dollar oder neun Cent je Aktie. Im Vorjahr erwirtschaftete Corning ein Plus von 317 Millionen Dollar oder 35 Cent pro Anteilschein. Der Umsatz fiel im abgelaufenen Quartal um 21 Prozent auf 1,51 Milliarden Dollar. Hierbei machte sich vor allem die sinkende Nachfrage nach optischen Bautelementen bemerkbar. Die Einnahmen in diesem Bereich reduzierten sich im dritten Quartal im Vorjahresvergleich um 56 Prozent auf 69 Millionen

Dollar.

Angesichts dieser Entwicklung hat das Unternehmen angekündigt, eine Fabrik im US-Bundesstaat New York zur Herstellung optischer Komponenten im laufenden Quartal zu schließen. Außerdem erwägt Corning die Stillegung eines Werks zur Glasfaserproduktion in Großbritannien. Aus dem Geschäft mit Glasröhren will sich die Firma künftig ganz zurückziehen. Die Fertigung soll bis zum dritten Quartal 2002 eingestellt werden. Wie die Corning weiter bekanntgab, hat das Unternehmen mit den angekündigten Jobkürzungen begonnen. Bis Ende des Jahres werden 12.000 Angestellte ihren Arbeitsplatz verlieren (Computerwoche online berichtete).

Im laufenden Quartal rechnet der TK-Ausrüster bei einem Umsatz von rund einer Milliarde Dollar mit einem Pro-forma-Verlust von bis zu 25 Cent je Aktie. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres verzeichnete Corning noch Einnahmen in Höhe von 2,14 Milliarden Dollar. Der Gewinn betrug damals 314,6 Millionen Dollar oder 34 Cent pro Anteilschein.