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Compass: Chefs erwarten mehr von der IT

30.04.1999
IT Census 1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Beratungsunternehmen Compass mit deutscher Niederlassung in Wiesbaden hat die Ergebnisse seines 1999er "IT Census" in Form einer Studie vorgelegt. Die Kernaussage: Der Beitrag der IT zum Unternehmenserfolg bleibt hinter den Erwartungen der Chefetage zurück. "Die Vorstände messen der IT zwar einen hohen Stellenwert bei, sind jedoch der Ansicht, daß die IT diesem Anspruch bisher nicht gerecht wird", erläutert Manfred Lippert, Geschäftsführer der Compass Deutschland GmbH. Ermittelt wurde das ernüchternde Ergebnis im Rahmen einer Befragung bei 659 CEOs und CFOs (Chief Executive beziehungsweise Financial Officers) aus Fortune-1000-Unternehmen in neun Ländern.

Die Zahlen im einzelnen: 38 Prozent der befragten CEOs erwarten von ihrer Informationstechnologie einen hohen Beitrag zum Unternehmenserfolg, nur 25 Prozent haben bescheidenere Wünsche. Die Realität aber sieht anders aus. Nur 25 Prozent der Befragten sehen ihre Erwartungen erfüllt oder übertroffen, während ein Drittel der Ansicht ist, daß die IT nur einen geringen Beitrag leistet.

Die Beurteilung hängt allerdings wesentlich davon ab, wie hoch der Stellenwert der IT im Unternehmen ist. Dort, wo auch der IT-Leiter in die Planung der Unternehmensstrategie einbezogen ist, sehen 36 Prozent der Vorstände einen deutlichen Beitrag zum Unternehmenserfolg. Ist der DV-Chef dagegen nicht oder kaum involviert, erkennen nur noch 14 Prozent der Topmanager einen Erfolg, wohingegen 20 Prozent einen zu geringen Beitrag konstatieren.

Wenigstens die Zukunftsperspektive fällt optimistisch aus: Für die weitere Entwicklung gehen 48 Prozent der befragten Vorstände davon aus, daß die IT ihren zentralen Beitrag zum Unternehmenserfolg deutlich ausbauen wird. Sie betrachten die Informationstechnik als Schlüsselinstrument und hoffen, daß sie ihren Unternehmen künftig signifikanten Nutzen liefert. Die komplette Studie kann bei Compass Deutschland angefordert werden.