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Compaq Deutschand geht vorerst eigene Wege

07.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Pläne von Hewlett-Packard, seinen Konkurrenten Compaq zu übernehmen, sollen sich auf die Aktivitäten der deutschen Tochter des texanischer Konzerns zunächst nicht auswirken. Bis die Zustimmung von Kartellbehörden und Anteilseignern vorliege, "wird Compaq ebenso wie HP eigenständig und im Wettbewerb miteinander agieren, das heißt beide Unternehmen werden bis zu diesem Zeitpunkt Geschäftstätigkeiten weder abstimmen noch koordinieren oder gar gemeinsam beim Kunden auftreten", zitiert die "Financial Times Deutschland" ein internes Memo von Deutschlandchef Peter Mark Droste. Darin heißt es weiter: "Schätzungen oder gezielt gestreute Gerüchte über mögliche weitere Struktur- und Personalveränderungen sind nicht angebracht und sollten auch nicht weiter kommuniziert werden."

Die Stimmung in der Deutschlandzentrale sei gedrückt, schreibt das Blatt unter Berufung auf Unternehmenskreise. Nachdem das Geschäft im vergangenen Jahr in allen Bereichen wieder profitabel gelaufen sei, passe das neue gewonnene Selbstbewusstsein nicht zu der Aussicht, bald komplett im geplanten Gemeinschaftsunternehmen zu verschwinden.