Microsoft Excel 2016

Cloud-Speicher biegt lokale Link-Pfade in Excel um

Thomas Rieske arbeitet seit Oktober 2002 als freiberuflicher IT-Fachjournalist und Autor. Zu den Themenschwerpunkten des Diplom-Übersetzers zählen unter anderem Computersicherheit, Office-Anwendungen und Telekommunikation.
In Excel-Sheets lassen sich auf der Festplatte gespeicherte Files verlinken. Wenn man einen solchen Link anklickt, wird die entsprechende Datei, etwa ein Bild, im zugehörigen Programm angezeigt. Kopiert man die Excel-Files mit den Verknüpfungen aber auf einen Online-Speicher wie OneDrive, kommt es zu einem Fehler.

Ursachen für fehlerhafte Hyperlinks in der Cloud

Durch den Kopiervorgang verändern sich die Links. Das Ergebnis: Die Verknüpfungen laufen ins Leere, weil sich die von Excel relativ referenzierten Dateien nicht in der Cloud befinden. Damit die Hyperlinks weiter funktionieren, müssten Sie alle Dateien und die Ordnerstruktur online übernehmen.

Absolute Pfade speichern

Einfacher ist es, wenn Sie Excel dazu bewegen, statt der relativen Pfade absolute Pfade zu speichern. Das müssen Sie allerdings erledigen, bevor Sie die Excel-Datei kopieren. Dazu öffnen Sie das File und navigieren über den Datei-Tab zur Backstage-Ansicht. Nun wechseln Sie zu Informationen / Eigenschaften / Erweiterte Eigenschaften.

Auf der Registerkarte Zusammenfassung tragen Sie im Feld Linkbasis einen Punkt für den aktuellen Pfad ein. Nun noch mit dem OK-Button bestätigen - fertig.

Probleme bei der Arbeit mit absolutenr Pfaden

Wenn Sie das File anschließend speichern, verwendet Excel den absoluten Pfad. Diese Einstellung gilt jedoch nur pro Datei, nicht global, sodass Sie den Vorgang für jedes Dokument erneut durchführen müssen.

Lässt sich der Link online trotzdem nicht abrufen, kommen dafür nicht nur die üblichen Verdächtigen wie Firewall und andere Sicherheitsmechanismen infrage. Vielmehr kann auch der jeweilige Cloud-Provider jederzeit verhindern, dass sich bestimmte Hyperlinks oder Dokumententypen aufrufen lassen. (hal)