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Cisco Systems steigert Umsatz und Ergebnis

11.05.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der weltgrößte Netzausrüster Cisco Systems hat im dritten Geschäftsquartal dank anziehender Nachfrage und weiterer Kosteneinsparungen Umsatz und Ergebnis gesteigert. Die Ergebnisse des Unternehmens bewegten sich im Rahmen der Analystenprognosen. Darüber hinaus bestätigte Cisco seine bisherigen Zielvorgaben. Im nachbörslichen Nasdaq-Handel wurden die Zahlen freundlich aufgenommen. Die Aktien von Cisco Systems legten um 0,77 Prozent auf 18,35 US-Dollar zu.

In den drei Monaten von Februar bis Ende April sei der Umsatz von 5,62 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum auf 6,19 Milliarden Dollar gestiegen, teilte das Unternehmen am Dienstagabend nach Börsenschluss in den USA mit. Von Thomson First Call befragte Analysten hatten mit 6,16 Milliarden gerechnet. Der Gewinn kletterte von 1,2 auf 1,4 Milliarden Dollar. Dies entsprach einem Gewinnzuwachs von 17 auf 21 Cent je Aktie (EPS). Der Gewinn auf Pro-forma-Basis stieg von 1,4 auf 1,5 Milliarden Dollar beziehungsweise von 19 auf 23 Cent. Analysten hatten einen Gewinn je Aktie in Höhe von 22 Cent vorhergesagt.

Vorstandschef John Chambers zeigte sich mit der Geschäftsentwicklung im traditionell eher schwierigen dritten Quartal zufrieden und nannte die Zahlen "sehr solide". Vor allem das Kerngeschäft mit Firmenkunden sei gut gelaufen. Zu den Kunden zählten unter anderem British Telecom, Hewlett-Packard oder Merrill Lynch. Aber auch der Verkauf kostengünstigerer WLAN-Hardware (Linksys) habe angezogen. Hier sei die Nachfrage vor allem von Privatkunden und kleinen Firmen gekommen.

Den Lagerbestand des Unternehmens bezeichnete Finanzvorstand Dennis Powell als "angemessen". Er liege bei 1,28 Milliarden Dollar nach 1,21 Milliarden Dollar im Vorjahr. Das Verhältnis von Auftragseingang zu dem gebuchten Umsatz (Book-to-Bill) habe bei mehr als 1,00 gelegen. Die Geschäftsentwicklung weise also nach oben.

Cisco sei auf gutem Weg, das Ziel einer Umsatzsteigerung von 13 Prozent und von 18 Prozent Wachstum beim operativen Pro-Forma-Gewinn zu erreichen, hieß es. Für das letzte Quartal des laufenden Geschäftsjahres rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzplus zwischen neun und elf Prozent. Analysten waren hier bisher von zehn Prozent ausgegangen. Darüber hinaus soll ein geplantes Aktienoptionsprogramm erst im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres verbucht werden. (dpa/tc)