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China nimmt Internet-Cafés an die Kandare

14.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Strikte neue Regeln gelten ab Mitte November für alle Internet-Cafés in China. Jugendliche haben keinen Zutritt, und die Betreiber müssen über ihre Kunden und deren Surfziele Buch führen. Des weiteren ist Rauchen und der Betrieb im Umkreis von 50 Metern um Schulen herum verboten, und schließen müssen die Internet-Cafés laut Nachrichtenagentur Xinhua um Mitternacht. Strikt untersagt ist den Gästen, die üblicherweise zeitabhängig für den Netzzugang zahlen, das Ansteuern von Seiten mit Inhalten aus den Bereichen Glücksspiel, Pornographie und Prostitution. Auch politisch sensible Inhalte wie etwas Seiten über die Unabhängigkeitsbewegung in Tibet oder die Souveränität Taiwans sind verboten.

Viele der Regelungen galten in Peking in ähnlicher Form schon zuvor. Sie wurden nochmals verschärft und nun landesweit etabliert, nachdem ein Feuer in einem Internet-Café der Hauptstadt im vergangenen Juni 25 Menschen das Leben gekostet hatte. (tc)