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Chambers und Palmisano glauben an künftiges Wachstum der IT

30.04.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach Ansicht von IBM-Chef Samuel Palmisano und Cisco-CEO John Chambers wird die IT-Branche auch künftig eine Wachstumsindustrie bleiben. Sollte sich die Konjunktur wieder erholen, darauf geht Chambers jede Wette ein, werden die Unternehmen zuerst Geld für IT ausgeben, bevor sie neue Mitarbeiter an Bord holen. Der Grund sei, dass sie mit dem IT-Investment ihre Produktivität steigerten, erklärte der Cisco-Chef. Der Topmanager räumte jedoch ein, dass er mit seiner Prognose weitgehend allein sei. So rechneten viele Branchenvertreter, dass die IT-Ausgaben erst deutlich nach einem wirtschaftlichen Aufschwung wieder anziehen werden. Künftiges Wachstum sieht Chambers in Sektoren wie der Bau- und Fertigungsindustrie sowie bei der öffentlichen Hand. Diesen Bereichen sei es bislang noch nicht ausreichend gelungen, ihre Produktivität durch das Internet

zu steigern.

Rückendeckung erhielt der Cisco-Mann von IBM-Chef Palmisano. Dieser prognostizierte auf der Jahreshauptversammlung von Big Blue, das künftige Wachstum seiner Branche werde längerfristig auch den Zuwachs beim Bruttosozialprodukt überflügeln, nannte jedoch keinen Zeitrahmen. Palmisano sieht sein Unternehmen gut aufgestellt und prophezeite, IBM werde sich bei dem erwarteten Aufschwung deutlich von der Konkurrenz absetzen. Nach der Übernahmen von Price-Waterhouse-Consulting und dem Verkauf der Festplattensparte rechnet der Chef des weltgrößten IT-Konzerns, dass 2003 65 Prozent des Umsatzes im laufenden Jahr mit Software und Services erzielt wird. 2002 stammten 61 Prozent der 81,2 Milliarden Dollar hohen Einnahmen aus den beiden Bereichen. (mb)