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CeBIT: Vodafone will Festnetzanschluss ablösen

22.02.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Vodafone will auf der CeBIT ein Produkt ankündigen, das Festnetztelefon und kabelgebundenen Internet-Anschluss überflüssig macht. Der Anwender soll für diese Dienste künftig die Mobilfunkinfrastruktur des Konzerns nutzen. Eine Idee, die nicht ganz neu ist, denn O2 verspricht seit über einem Jahr ein ähnliches Angebot, das die Company auf der diesjährigen CeBIT nun offiziell vorstellen will (Computerwoche.de berichtete). Die Mobilfunker hoffen mit diesen Angeboten das langsamere Wachstum im Neukundengeschäft kompensieren zu können.

Das vollmundige Versprechen der Mobilfunker, damit erübrige sich der klassische Festnetzanschluss, lässt sich aber nur in Gegenden einlösen, in denen bereits UMTS verfügbar ist - und diese sind begrenzt. Zwar kann auch über GSM mit GPRS Online gegangen werden, doch im DSL-Zeitalter dürfte der Gedanke daran, wieder mit Modem-Geschwindigkeit zu surfen, niemand hinter dem Ofen hervorlocken.

Zudem ist fraglich, ob die Angebote der beiden Mobilfunker auch preislich attraktiv sind, denn beide Carrier schweigen sich über die Tarifgestaltung noch aus. Ferner haben Experten angesichts des tobenden Preiskampfes im DSL-Markt Zweifel, dass es den Netzbetreibern gelingt, attraktive Pakete zu schnüren. (hi)