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CeBIT: IBM führt dynamische Mitarbeiterportale ein

14.03.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit einer flexiblen Gestaltung der Arbeitsoberfläche für Mitarbeiter will Big Blue Einsparungen und Effizienzsteigerungen in Unternehmen erreichen. Möglich machen sollen dies Arbeitsplatzportale, in die unterschiedliche Anwendungen über Portlets integriert werden.

Jeder Mitarbeiter benötigt eine spezielle Arbeitsumgebung, die es ihm ermöglicht, die für ihn relevanten Informationen schnell abzurufen oder mit für seine Arbeit wichtigen Personen in Kontakt zu treten. Mark Latchford, Vice President Europa, Mittlerer Osten und Afrika bei Lotus, sieht Portale als eine “effektive Möglichkeit“, um dieses Ziel zu erreichen. Wichtige News, Kommunikationsmittel wie Fax und E-Mail, Kalenderinformationen, Anwesenheitsanzeigen für Kollegen und Instant-Messaging-Funktionen vereint der Anbieter mit Hilfe von Portlets in einer einzigen Oberfläche, die sich rollengestützt an die spezifischen Bedürfnisse der Anwender anpassen lässt.

So bekommt beispielsweise ein Abteilungsleiter eine andere Ansicht präsentiert als ein Sachbearbeiter, auch die Liste der Kontakte ändert sich. Es ist aber auch möglich, Anwendern je nach ihren firmeninternen Funktionen mehrere verschiedene Oberflächen zuzuweisen. Wichtige Word-Dokumente oder Excel-Dateien können mit Attributen versehen und ebenfalls in einem Fenster angezeigt werden, wenn sie für den Mitarbeiter relevant sind.

Laut IBM ist geplant, Applikationen etwa von Siebel oder SAP ebenfalls direkt in die Oberfläche zu integrieren, zum Teil ist das bereits heute möglich. IBM hat für sein eigenes Mitarbeiterportal bereits eine Integration der Voice-over-IP-Lösung von Siemens entwickelt. Unified-Messaging-Funktionen oder IP-Telefonate lassen sich direkt aus dem Portal heraus starten.

Mit Hilfe von Arbeitsplatzportalen sind Mitarbeiter nach Ansicht von Big Blue in der Lage, ihre Arbeit schneller und effektiver zu erledigen. Zudem lässt sich so die Zufriedenheit der Angestellten erhöhen. Es sind aber auch Einsparungen möglich, etwa durch eine Konsolidierung der zur Verfügung stehenden Nachrichtenquellen. IBM gibt an, alleine mit dieser Maßnahme über zwei Millionen Dollar eingespart zu haben.

Momentan bietet IBM die Lösung quer über alle Branchen, es ist jedoch geplant, eigene Templates für bestimmte vertikale Märkte zu entwickeln, die auf deren spezielle Bedürfnisse zugeschnitten sind. (ave)