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CeBIT: Avaya fährt zweigleisige VoIP-Strategie

21.03.2001

HANNOVER (COMPUTERWOCHE) - Ein kräftiges Wachstum des europäischen IP-Telefonie-Marktes erwartet Avaya. Das Unternehmen, das aus der früheren Enterprise Networks Group von Lucent entstand, adressiert mit seinen Lösungen vor allem den Enterprise-Markt.

Mit einem Umsatzwachstum von 136 Prozent im dritten Quartal 2000 bei IP-Telefonie-Lösungen lag Avaya eigenen Angaben zufolge weit über der Zuwachsrate des Gesamtmarktes. Diese positive Entwicklung führt EMEA-President Patrick Lelorieux vor allem auf die Doppelstrategie seines Unternehmens zurück. So vermarktet die Company sowohl reine IP-Telefonie-Lösungen als auch IP-Systeme, die sich mit vorhandenen, klassischen TK-Anlagen kombinieren lassen.

Während der Avaya-Manager heuer noch mit deutlich weniger als einer Million IP-Telefonie-Leitungen kalkuliert, rechnet er 2002 bereits mit über zwei Millionen Leitungen. Das explosionsartige Wachstum begründet Lelorieux damit, dass 2001 für viele Unternehmen in Sachen IP-Telefonie noch das Jahr des Testens sei, bevor dann 2002 der Rollout beginne.

Um den Unternehmen für die spezifischen Einsatzszenarien die passenden Lösungen zu offerieren, vermarktet Avaya zwei Ansätze: Mit der "Enterprise Class IP Solutions" (Eclips), eine Produktreihe zum Aufbau einer reinen Voice-over-IP-Infrastruktur. "LAN-Alyst" ist dagegen ein IP-System, das auf die vorhandene Sprachkommunikationsinfrastruktur mit dem Definity Kommunikationsserver von Avaya aufsetzt.