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CeBIT: Alle warten auf den Aufschwung

15.03.2002

HANNOVER (COMPUTERWOCHE) - Verhalten optimistisch äußerten sich die Teilnehmer der COMPUTERWOCHE-Diskussionsrunde des Karriere-Forums zur Situation am IT-Arbeitsmarkt. Obwohl der Aufschwung noch etwas auf sich warten lassen werde, hätten gut ausgebildete Informatiker immer noch Chancen, einen attraktiven Job zu finden. "Zwar haben wir nicht mehr die Nachfrage wie vorher, doch Experten können heute immer noch zwischen drei Stellenangeboten auswählen, auch wenn sie vorher zehn zur Auswahl hatten", schilderte Thomas Michel, Geschäftsführer der Dienstleistungsgesellschaft für Informatik (DLGI) in Bonn. Wie viele Stellen derzeit frei seien, wollte er jedoch nicht sagen. Es gebe einen Rückgang an Jobangeboten, aber die Nachfrage nach Experten sei noch nicht gedeckt.

Kursierten im letzten Jahr noch Angaben über 75.000 unbesetzte IT-Arbeitsplätze, wollte sich in diesem Jahr niemand so weit aus dem Fenster lehnen. Allerdings präsentierte der Verband Deutscher Ingenieure VDI im Gegensatz zum Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft) Zahlen. Der VDI schätzt, dass in den nächsten drei Jahren 25.000 Stellen jährlich hinzukommen. Da jedoch nur 5000 Absolventen jährlich die Hochschule verlassen, bleiben laut VDI 20.000 Stellen unbesetzt.

Dennoch müssen sich Bewerber heute mehr anstrengen, um einen Job zu finden, als noch vor einem Jahr. Dazu gehören eine gezielte Recherche, welche Unternehmen noch Mitarbeiter suchen, große Sorgfalt bei den Bewerbungsunterlagen und eine fundierte Vorbereitung auf die Vorstellungsgespräche. Da Jobsuchende Unternehmen teilweise mit Initiativbewerbungen überschütten, wird es für die Bewerber um so wichtiger, sich und ihre speziellen Kenntnisse darzustellen. (iw)