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Carrier integriert WLAN in GPRS

06.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der kanadische Mobilfunkanbieter Rogers Communications testet einen Roaming-Dienst, der WLANs (Wireless LAN) und GPRS-Netze kombiniert (General Packet Radio Service). Laut Marketing-Vice-President Naveen Dhar wurde der Service mit Software von Mobility Network Systems implementiert. Im Testbetrieb können sich Anwender über ihre SIM-Karte gleichzeitig am Mobilfunknetz und an einem 802.11b-Netz anmelden. Daten lassen sich dann über das 11 Megabit/s schnelle WLAN anstatt über GPRS, das nur eine Bandbreite von 35 Kilobit bietet, auf mobile Geräte laden. Die WLAN-Nutzung wird über die normale Mobilfunkrechnung abgerechnet, dabei richten sich die Kosten nach der übertragenen Datenmenge.

Rogers testet die Technik mit Hot Spots der University of Toronto. Laut Anbieter stand das Roaming 24 Stunden nach der Implementierung voll zur Verfügung. Bis das Modell jedoch flächendeckend eingesetzt werden kann, werden nach Einschätzung Dhars noch drei bis fünf Jahre vergehen. (lex)